Familien mit dem Namen Drefs1 gab es neben Krasna in drei weiteren Kolonien Bessarabiens: Katzbach, Dennewitz und Neu-Arzis2. Eine Verwandtschaft zwischen der Krasnaer Sippe (katholisch) und den anderen (evangelisch) konnte bisher nicht festgestellt werden. Auf Dauer ist aus den genannten Orten -soweit ersichtlich- kein Mitglied nach Krasna gekommen. Die Krasnaer Drefs kamen aus dem Raum Odessa (Liebentaler Bezirk).
Zwei Quellen geben Westpreußen als Herkunftsregion der Drefs an:
Woher kamen nun die Krasnaer Drefs, wenn nicht aus den evangelischen Nachbarkolonien Krasnas?
Sie waren katholisch und sind in den Odessa-Raum eingewandert. Wir wissen von ihrer Ankunft 1814 im Russischen Kaiserreich aus dem ersten Ansatz für unsere Spurensuche der Krasnaer Drefs. Er findet sich in einer zentralen Quelle für die russlandinternen Umsiedlungen der Kolonisten in/nach Bessarabien:
„Kishinev Archive (Moldova State Archive, Chişinău), Fond 134 -Kanzlei des Bessarabischen Gouvernements, Opis 2, Delo 689- „Movement of Colonists within and to Bessarabia”.
Dort finden wir „11 Sep 1842 Großliebental # 157 nach Krasna Drefs, Michael 34 Jahre, Ehefrau Elisabetha 25, Söhne: Franz 8, Johann 3, Töchter: Christiana 5, Margaretha 5, angekommen 1814". (Alle Altersangaben entsprechen den Angaben in der Revisionsliste 1835 -s. weiter unten-).
Der Eintrag enthält elementare Daten über die Familie:
Die Wanderungsbewegung der Familie Drefs nach Krasna wird bestätigt durch den CENSUS 1850 für Krasna:
# 137 Michael Drefs 50 (kam von Großliebental im Jahr 1843)-
Ehefrau: Elisabetha 46, Söhne Franz 22, Johannes 18, Töchter: Margaretha 20 und Christianna 20 (Zwillinge).
Die Namen der Familienmitglieder in beiden Dokumenten stimmen exakt überein. Das gilt auch für die Altersangaben, bis auf die der Ehefrau. Die Jahresdifferenz müsste bei allen zwischen 1835 und 1850 = ca. 15 Jahre sein, bei der Ehefrau sind es aber 21 Jahre, d. h., wenn sie 1835 25 Jahre alt war, ist sie nicht 1804 geboren, wie die Zahl im Census vermuten lässt, sondern 1810/1811.
Damit ist ein ausreichender Nachweis über die Familienzusammensetzung mit Altersangaben für die weitere Suche erbracht:
Michael Drefs * um 1800, Ehefrau Elisabetha * um 1810, Kinder Franz * um 1828, Johannes * um 1832, Margaretha und Christiana * 1832. Nur eine Familie dieses Namens ging nach Krasna, und zwar die aus # 157 in Großliebental.
Obwohl im Liebentaler Bezirk der Name Drefs öfter vorkommt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass es eine weitere Familie Drefs in exakt gleicher Zusammensetzung gab. Nachdem wir nun die Familie kennen, die nach Krasna ging, soll versucht werden, ihre Herkunft und ihren Wanderweg dorthin zu ermitteln.
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Es gibt nicht viele Daten aus dem Odessa-Raum über die Familie Drefs, schon gar nicht öffentlich zugängliche. Man findet online Hinweise auf verschiedene Dokumente, die Angaben zu Michael Drefs im Bezirk Liebental enthalten sollen. Aber sie sind nicht leicht überprüfbar. Es beginnt schon damit, dass der Vorname Michael bei den Drefs-Familien vielfach vorkommt. Mehrfach gibt es die Ehefrau Elisbeth, aber mit wechselnden Nachnamen, was auch in den gefundenen Informationsquellen häufig zu Falschinterpretationen führt. |
Es spricht einiges dafür, dass die Krasnaer Drefs katholisch waren und aus Westpreußen kamen, weil sie erst 1814 nach Russland zogen, denn Drefs-Familien aus Deutschland zogen schon 1803-1809 dorthin.
Für viele dieser sogenannten „Warschauer Kolonisten” dienten Kolonien im Odessa-Gebiet (bereits seit 1803/04 besiedelt) als erste Anlaufstelle. Ein Teil der eigentlich für Bessarabien vorgesehenen „Warschauer” wurde von der russischen Verwaltung in bereits existierenden Kolonien im Raum Odessa -darunter Liebentaler Kolonien- belassen.
Als Eltern von Michael Drefs werden von manchen Forschern genannt: Vater Johannes Drefs4 * ca. 1770-1775 in Westpreußen/Polen, Mutter Anna Maria * ?. Die Familie lebte zwischen ca. 1801 und 1814 wahrscheinlich in der Region um Bromberg (Bydgoszcz) oder im Raum Marienwerder. Vielleicht sind sie über die Zwischenstation Mittelpolen (damals Südpreußen), vermutlich in der Nähe von Gombin (Gabin)oder Plozk (Plock) nach Russland gezogen. Letzteres erklärt vielleicht den Vermerk „Westpreußen/Polen” bei Stumpp.
Michael wurde in Polen um 1800 geboren, bei der Einwanderung war er etwa 14 Jahre alt.
Der Vater erhielt zunächst in Kleinliebental keine eigene volle Bauernstelle (ca. 60 Desjatinen). Stattdessen wurde die Familie als „Beisitzer” (Landloser) registriert. Johannes Drefs verstarb höchstwahrscheinlich vor 1835. In der Revisionsliste von 1835 (Delo 210) wird Michael bereits als das eigenständige Oberhaupt seines Haushaltsteils geführt.
Die Drefs sind mit Sicherheit keine Gründerfamilie im Kolonisten-Bezirk Großliebental. In den frühen Revisionen (1811, 1816) taucht der Name bisher nicht auf. Weder Stumpp noch Keller nennen sie als Erstansiedler. In einschlägigen Aufstellungen der GRHS5 für 1812, 1813, 1816 fehlt die Familie Drefs, d. h., sie gehört nicht zu den Erstansiedlern von Josefstal, Kleinliebental und Großliebental. Die Familie Drefs wird später in den Liebental-Bezirk zugewandert sein, entweder aus einer anderen Schwarzmeer-Kolonie, aus Bessarabien oder direkt aus Westpreußen: Man kann vermuten, spätestens nach 1820, denn man findet ab dieser Zeit Geburtseinträge von Kindern in Kirchenbüchern (s. weiter unten). Es gab zwischen 1819 und 1821 nachweislich den Zuzug einer Gruppe von namentlich genannten Kolonisten; leider ist die Familie Drefs nicht darunter.
Die Drefs werden ebenso wenig genannt in zwei uns vorliegenden Dokumenten aus Kleinliebental aus der Zeit 1820-1825 (Source: Odessa Regional State Archive, Odessa, Ukraine. Files 63-2-40, 63-2-91 und File 252-1-277. Language: Old German. Found by Valery Mock - 2003):
Die Aufstellung „JOSEPHSTAL ROMAN CATHOLIC PARISH CHURCH, BAPTISMS November 1829 - August 1835: includes the Villages of Josephstal, Franzfeld, Mariental, Kleinliebental”6,7 ist bisher der erste öffentlich zugängliche klare Beleg dafür, dass mindestens eine Familie Drefs um 1830 im Liebental-Bezirk lebte. Darin wird der Name Drefs zweimal genannt: Drefs: Seite 48, Treffs: Seite 11. Drei Kinder von Michael Drefs kommen in Betracht: Johannes 1832, die Mädchen als Zwillinge 1830. Franz war schon 1828 geboren.
Hier ist die Zuordnung der Kinder auf den genannten Seiten:Es gibt Hinweise in den Registern, dass Michael (* 1800) in Kleinliebental entweder als eigenständiger Familienvater auf Hof 20 registriert war oder dort als „Beisitzer” (Landlose oder Familien mit geringem Landanteil) geführt wurde. Die zugänglichen historischen Quellen sind allerdings nicht eindeutig.
Es ist auch nicht ersichtlich, ob die Familie den Wohnsitz wechselte. Es werden in den Dokumenten verschiedene Unterkünfte genannt, in denen Drefs-Familien gelebt haben sollen. Die gefundenen Angaben über von ihnen benutzte Höfe/Häuser variieren je nach eingesehenen Dokumenten. Das kann daran liegen, dass zwischen der Erstbesiedlung der Kolonie (1804) und der Revision von 1835 gelegentlich Umnummerierungen und Verschiebungen der Nummern vorgenommen wurden. Manchmal änderte sich die Nummerierung auch, obwohl die Familie auf dem gleichen Hof blieb, nur weil Dokumente unterschiedliche Nummerierungssysteme benutzten: entweder (fortlaufende Zählung der Familien) oder tatsächliche Hausnummer im Dorf.
Fazit: Es spricht viel dafür, dass die Familie nicht Hofbesitzer, sondern Beisitzer war, denn wenn sie Hofbesitzer gewesen wäre, müssten sehr gewichtige Gründe vorgelegen haben, um sie auf die mühevolle Weiterwanderung nach Krasna zu bringen. Hätte Michael Aussicht auf das schuldenfreie Erbe eines Hofes gehabt, wäre er wahrscheinlich geblieben.
Der letzte Nachweis für die Familie in Kleinliebental ist die
Revisionsliste 1835 Kleinliebental (Fond 6, Opis 1, Delo 210) -die entscheidende Revisionsliste für den katholischen Zweig Drefs, der nach Krasna ging-.
Darin ist Michael Drefs mit seiner vollständigen Familie und seinem Bürgerrecht verzeichnet: Michael Drefs (ca. 35 J.), Ehefrau Elisabetha, Kinder Franz, Johannes, Margaretha, Christiana. Die Namen und das Alter in dieser Revisionsliste decken sich perfekt mit der oben aufgeführten Umsiedlungsliste von 1842. Ende 18358 zog die Familie dann wohl nach Großliebental.
Warum zieht ein katholischer Michael Drefs 1835 in die evangelische Kolonie Großliebental?
Es ist sehr wahrscheinlich, dass Michael Drefs (*1800) in Kleinliebental keinen eigenen Hof besaß9. Da Großliebental das wirtschaftliche Zentrum des Liebentaler Bezirks war, gingen vereinzelt auch katholische Familien aus den Nachbardörfern dorthin. Sie lebten oft auf kleineren Parzellen und arbeiteten als Tagelöhner, Handwerker (Schmiede, Stellmacher) oder Pächter für wohlhabendere Wirte.
Das tat auch Michael Drefs. Er ist nachgewiesen in:
Korrigierte Revisionsliste 1835, Signatur DAKO, Fond 6, Opis 1, Delo 21091 (Großliebental)10:
Dies ist eine steuerliche und administrative Korrekturliste für die politische Gemeinde Großliebental. Sie erfasst den gesamten Ort (alle Konfessionen) steuerlich. Der katholische Michael Drefs taucht hier nur deshalb unter Nr. 157 auf, weil er zum Zeitpunkt der Zählung physisch in Großliebental wohnte. Diese hohe Hausnummer deutet darauf hin, dass Michael dort als „Beisitzer” (Landloser) oder Handwerker registriert war11, denn die hohen Nummern waren für Handwerker, Tagelöhner und „fremde” Familien reserviert, die kein volles Landrecht (Wirtschaft) in der Kolonie besaßen, aber dort registriert sein mussten.
Daneben wurde Michael in Kleinliebental rechtlich als „Bürger” weitergeführt -s. oben- . Seine Familie taucht in den evangelischen Kirchenbüchern schlichtweg nicht auf, weil sie zur Pfarrei Kleinliebental/Josefstal gehörte12.
Dieser katholische Michael Drefs ging nach Krasna. Er lebte zum Zeitpunkt der Revision 1835 (d. h. Ende 1835 -Anfang 1836) physisch im evangelischen Großliebental (Haus Nr. 157). Dies war jedoch ein rein wohnsitzrelevanter Wechsel (wahrscheinlich als Pächter oder Landloser), kein konfessioneller. Er gehörte weiter kirchlich zu der katholischen Gemeinde (Kleinliebental/Josefstal).
Da er offiziell in Großliebental auf Nr. 157 gemeldet war, wurde er unter dieser Nummer in der Zuwanderer-Liste von 1842 (Dokument „Movement of Colonists within and to Bessarabia”) geführt und wir wissen: Die Familie war 1843 in Krasna registriert.
Die Familie muss schon vor der offiziellen Übersiedlung im Jahr 1843 in Krasna zumindest zeitweise gelebt haben. Das Paar Michael Drefs und Ehefrau Elisabetha ließ bereits 1837 ein Kind in Krasna taufen. Das lässt sich damit erklären, dass manche Umsiedler sich bereits in der neuen Kolonie aufhielten, bevor die bürokratische Entlassung aus der alten Gemeinde (Großliebental/Kleinliebental) offiziell vollzogen war.
Die Jahreszahl 1842/43 in den Revisionslisten markiert wohl nur den Zeitpunkt, an dem die Familie steuerrechtlich in der alten Kolonie gestrichen und in der neuen geführt wurde.
Taufbucheinträge sind ziemlich präzise Belege für den tatsächlichen Aufenthaltsort. Wenn Michael und Elisabetha 1837 in Krasna taufen ließen, waren sie zu diesem Zeitpunkt physisch dort anwesend.
Abgesehen von der oben beschriebenen zentralen Quelle für die Umsiedlungen der Kolonisten nach und in Bessarabien „Moldova State Archive, Chi?inau Fond Opis 2, Delo 689 – Movement of Colonists within and to Bessarabia” - liegen uns folgende Quellen in Krasna vor:
Taufbuch Krasna:
Taufbucheinträge sind ziemlich präzise Belege für den tatsächlichen Aufenthaltsort. Als Michael und Elisabetha 1837 in Krasna taufen ließen, waren sie zu diesem Zeitpunkt physisch dort anwesend. Es beweist, dass die Familie bereits fünf Jahre vor der offiziellen Streichung in der Odessa-Region (1842/43) in Bessarabien lebte.
Baptism Registers; Nov. 1814-Oct. 1837; St Joseph Catholic Church, Krasna/Bess
# 467 * 21-05-1837 Täufling: Piotr (Peter) Drews (Drefs?), + 25. August 183813,
Eltern: Michal (Michael) Drews (Drefs?), Ehefrau Elizabetha (Elisabeta) ?
Die Tatsache, dass der Eintrag in Krasna (Bessarabien) erfolgt, obwohl die Familie 1835 in Kleinliebental (Odessa) gelistet war, zeigt, dass die Familie enge soziale und kirchliche Bindungen nach Bessarabien hielt.
CENSUS 1850 Krasna
# 137 Michael Drefs 50 (kam von Großliebental im Jahr 184314) -
Ehefrau: Elisabetha 46, Söhne Franz 22, Johannes 18, Töchter: Margaretha 20 (Zwilling), Christianna 20 (Zwilling).
Namen und Altersangaben der Kinder in diesem Dokument stimmen exakt mit den Geburtsregistern der katholischen Pfarreien im Bezirk Liebental überein.
Die Familie Drefs war, wie wir gesehen haben, bereits ab ca. 1837 faktisch in Krasna präsent, wurde aber rechtlich erst 1843 als fest ansässige Einwandererfamilie aus den Odessa-Kolonien unter # 137 registriert.
1852 Krasna Colony List of Parishioners Fond 1166, Opus 1, Delo 409,
38 DREFS Michael 51 Head, Elisabetha 50 Wife, Franz 20 Son, Elisabetha 19 Wife of Franz, Johann 18 Son.
Durch den Umzug nach Krasna erlangte Michael Drefs den Status eines Wirts mit einer vollen Landzuteilung. Er ist der Stammvater der Drefs-Linie in Krasna.
Interessanterweise blieb die Familie Drefs über Generationen hinweg eine feste Größe in Krasna, bis viele Nachkommen Ende des 19. Jahrhunderts (um 1890) nach Nord- und Südamerika auswanderten, da auch in Bessarabien das Land schließlich knapp wurde.
Für Krasna existiert ein detailliertes Ortsfamilienbuch (OFB), in dem die Nachfahren von Michael und Elisabeth bis zur Umsiedlung 1940 dokumentiert sind.
In den vorgenannten Dokumenten wird für die Ehefrau von Michael Drefs der Vorname Elisabetha angegeben. Aber bisher kennen wir nicht ihren Nachnamen. In Veröffentlichungen werden eine Reihe von Namen genannt: Söhn, Hartmann, Fichs, Sahli und weitere. Die Namen Fix und Sahli scheinen am plausibelsten zu sein.
Soweit feststellbar, findet sich der Nachname der Ehefrau nur im Taufbuch von Krasna beim Eintrag des Sohnes Peter Drefs *1837. Aber er ist nicht lesbar. Er kann als Fiksowa (Fix) oder Salowa (Sali) interpretiert werden. Besonders relevant ist dabei, dass bis etwa 1850 polnische Priester die Krasnaer Kirchenbücher führten. Damals wurde in der polnischen Sprache bei weiblichen Nachnamen -vereinfacht gesagt- folgende Schreibweise benutzt:
entweder so: Aus Sahli wurde Sahl-i-owa (das klingt für polnische Muttersprachler natürlicher, wenn der Name als Fremdwort erhalten bleiben soll),
oder so: aus Sahli wurde Sahl-owa (ohne i) (dies wurde eher genutzt, wenn die Familie schon lange in Polen lebte und der Name wie ein typisch polnischer Name gebeugt wurde).
Nun zu den uns vorliegenden Fakten, die eher für Sahli als für Fix sprechen.
Das oben angeführte Dokument Opis 2, Delo 689 - „Movement of Colonists within and to Bessarabia” besagt, dass die Ehefrau im Jahr 1835 (Revision) 25 Jahre alt war. Ein Alter von 25 Jahren im Jahr 1835 führt zu einem Geburtsjahr von ca. 1810.
Dies passt perfekt zu der Elisabeth (5 Jahre alt) im Haushalt von Cyriakus Sahli (HH 84) in der Revision von 1816. (1811 + 5 = 1816; 1810 + 25 = 1835).
Noch ein Punkt, der dies bestätigt: Die im Census 1850 von Krasna genannten Familienmitglieder entsprechen denen in der obigen Movement-Liste, in der Altersangaben aus der Revision 1835 verwandt wurden. Die Namen stimmen exakt überein. Und das gilt auch für die Altersangaben, bis auf die der Ehefrau. Die Jahresdifferenz müsste bei allen zwischen 1835 und 1850 = ca. 15 Jahre sein, bei der Ehefrau sind es aber 21 Jahre, d. h., wenn sie 1835 25 Jahre alt war, ist sie nicht 1804 geboren, wie die Zahl im Census vermuten lässt, sondern 1810/1811. D. h. die Angabe von 46 Jahren im Jahr 1850 im Census Krasna war demnach ein Schätzwert oder Schreibfehler (sie wäre tatsächlich ca. 40 Jahre alt gewesen).
Die Altersangaben deuten auf Elisabeth Sahli hin. Aber auch weitere Punkte sprechen gegen Elisabeth Fix * 09. 04. 1804 (und es gibt nur diese im infrage kommenden Alter).
Fazit: Die Ehefrau ist eher Elisabeth Sahli (Sali), die Tochter von Cyriakus Sahli aus Kleinliebental und nicht Elisabeth Fix aus Franzfeld.
Eduard Volk
Neuwied, Mai 2026
Eduard's Vorfahre ist Klemens VOLK